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Ein Besuch in der neuen Manufaktur A. Lange & Söhne
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Watchbizz/Ebner Verlag, Ulm


 Ein Besuch in der neuen Manufaktur A. Lange & Söhne
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Einkaufsleiter Jens Lehmann, Produktionsleiter Uwe Ahrendt und Geschäftsführer Hartmut Knothe (v.l.n.r.)

Die Gangprüfung jedes Werkes dauert sechs Wochen

Funktionsprüfungen bis zur Perfektion
Glashütte in Sachsen - seit fünf Jahren ist der Namen der kleinen Stadt im Erzgebirge wieder Inbegriff der deutschen Luxusuhr. Ein Besuch in der neuen Manufaktur A. Lange & Söhne zeigt, wie motivierte und mutige Menschen es geschafft haben, hier wieder Uhren von Weltruf zu bauen.

 

Funktionsprüfungen bis zur Perfektion

Fast alle Menschen, die hier arbeiten, stammen aus Glashütte und Umgebung. Einige von ihnen waren bis 1990 bei den Glashütter Uhrenbetrieben beschäftigt. Aber als sich herumsprach, dass Walter Lange in Glashütte einen neuen Anfang nach der Wende gemacht hat, erreichten ihn Bewerbungen aus ganz Deutschland, vor allem von Söhnen und Töchtern der ehemaligen Lange-Mitarbeitern. Bewerber meldeten sich auch aus dem Ausland. Bei A. Lange & Söhne zu arbeiten, war für viele Uhrenmacher ein Traum. Die Stamm-Mannschaft war also schnell gefunden, und am 1. September 1991 fingen die ersten 15 Leute hier an. Diese Zahl wuchs schnell und soll in absehbarer Zukunft auf 200 vergrößert werden. So ließe sich die Produktion von rund 4000 Werken (1999) auf mindestens 4700 steigern. Schon heute ist sie auf mindestens ein Jahr im voraus ausverkauft.

 

Starthilfe von der IWC

So ein nachhaltiger Erfolg wäre selbstverständlich nicht möglich gewesen ohne die finanzielle und technologische Hilfe der "großen Schwester" IWC in Schaffhausen. Walter Lange hatte zu seiner Pforzheimer Zeit einen guten Kontakt zur IWC aufgebaut, weil er von dort die Werke für seine "Lange, vormals Glashütte" signierten Uhren bezog. Als Günter Blümlein, damals der Geschäftsführer der

 

IWC, die Chance sah, nach der Wende die große Tradition von Lange wieder aufleben zu lassen, unterstützte er nach Kräften das ehrgeizige Vorhaben mit Geld, Infrastruktur und Know-how. Der Vorstandsvorsitzende der Muttergesellschaft VDO, Albert Keck, war glücklicherweise selbst gelernter Uhrmacher und setzte sich ebenfalls für die Firma Lange ein. Auf die Begeisterungsfähigkeit und die Motivation der Sachsen konnten die beiden Manager sowieso bauen.

 

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